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22. Februar 2010

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Kunden ohne Rechte bei Kabel-TV und Mobiltelefon?

Der Markt für Verträge mit Telefonunternehmen und Kabelfernsehen ist heiß umkämpft, es wird mit härteren Bandagen um jeden Kunden gekämpft. Doch der Kunde ist oftmals nicht der Gewinner, sondern der Verlierer.

Nur dies merkt er meistens erst nach dem Vertragsabschluss. Der SPD-Landtagsabgeordnete und Vizepräsident des Niedersächsischen Landtages Dieter Möhrmann nahm die vielen Beschwerden von Kunden auch aus dem Landkreis Soltau-Fallingbostel zum Anlass, bei der Landesregierung nach Gesetzesänderungen zur Stärkung der Verbraucherrechte zu fragen.

„Die vielfältigen Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen über das Verhalten von Telekommunikationsunternehmen können der Landesregierung nicht verborgen geblieben sein“, ist Möhrmann sicher. „Mich interessieren ihre rechtlichen Empfehlungen für die Kundinnen und Kunden, die zum Beispiel mit Installationsproblemen nach Vertragsabschluss oder Beschwerdemanagement der Unternehmen zu kämpfen haben. Und natürlich auch ob die Landesregierung bereit ist, den Telekommunikationsunternehmen Verhaltenshinweise zu geben.“

In Meldungen in Regionalzeitungen und im Fernsehen spiegeln sich Kundenbeschwerden, in Leserbriefen werden kundenunfreundliche Praktiken angeprangert und auch in einer aktuellen Auskunft der Verbraucherzentrale Niedersachsen wird nichts beschönigt: Ja, bei Vertragsgestaltung und Verhalten von Telekommunikationsunternehmen liegt viel im Argen.

Da wird aggressive Vertragsanbahnung angeprangert, das Zusenden von nicht bestellten Zubehörteilen, Installationsprobleme, ungenügende Qualität der Telefonie, Probleme beim Anbieterwechsel etc. Besonders benachteiligt, so Dieter Möhrmann, seien Kunden ohne Internet-Anschluss. Sie seien auf Kontaktaufnahme über die firmeneigenen Callcenter angewiesen und würden in endlosen Warteschleifen und Weiterleitungen nicht nur ihre Zeit vergeuden, sondern auch ihr Geld. Dies ärgert Möhrmann besonders: „Die Vorwahl 01805 als gebührenpflichtige Servicenummer zieht gutgläubigen Kunden noch mehr Geld aus der Tasche.“

Auch ein „normaler Brief“, hat Möhrmann erfahren, wird kaum bearbeitet, selbst Kündigungen mit Einschreiben und Rückschein werden ignoriert. „Kunden werden mit der Androhung von Mahnverfahren verunsichert“, beklagt er. Nun sei es an der Zeit, dass die Landesregierung sich dieser Umstände annehme. „Schließlich dürften auch ihr diese Um- und Missstände im Land nicht verborgen geblieben sein.“


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